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Meine kleine Manufaktur und die Suche nach einer einfachen Website
Ich schnitze Holzspielzeug. Seit fast zehn Jahren mache ich das nun, erst als Hobby in der Garage, heute in einer kleinen Werkstatt mit zwei festen Mitarbeitern. Das Geschäft lief gut, auch ohne große Werbung. Der Umsatz kam von Mundpropaganda und ein paar lokalen Läden, die meine Tiere und Bauernhoftiere verkauften. Aber dann sprach mich ein Kunde auf einer Messe an. « Sind Sie eigentlich im Internet zu finden? » Ich zuckte mit den Schultern. « Ich hab eine Facebook-Seite. » Er sah mich an, als hätte ich gesagt, ich würde meine Rechnungen per Rauchzeichen verschicken. Das war der Moment, in dem ich wusste: Ich brauche eine richtige Website. Nicht nur eine Seite. Eine, auf der Menschen auch kaufen können.
Die Suche danach war frustrierend. Ich rief Webagenturen an, deren Preise mich schwindlig machten. Ich probierte diese Baukastensysteme aus, die alle behaupteten, sie wären kinderleicht. Nach drei Stunden hatte ich eine bunte Seite, die aussah wie eine Geburtstagskarte aus den neunziger Jahren, und keine Ahnung, wie ich den Shop einrichten sollte. Ich war kurz davor, das ganze Projekt abzublasen. Dann, durch Zufall, erzählte mir der Vater eines Mitarbeiters von seiner Erfahrung. Er hatte für sein Weinhandel-Geschäft eine Lösung gefunden, die für ihn funktionierte. Ich googelte den Namen. So stieß ich auf convertablech.com. Es klang anders. Nicht nach « Wir bauen dir das Universum », sondern nach « Wir helfen dir, das Wesentliche online zu stellen ». Das war genau das, was ich brauchte.
Warum Komplexität der Feind eines Handwerkers ist
Als ich mit der Arbeit an der Website begann, wurde mir sofort etwas klar. Die größte Hürde war nicht die Technik an sich. Es war die überwältigende Menge an Entscheidungen. Welches Farbschema? Welche Schrift? Wie viele Menüpunkte? Sollte es einen Blog geben? Diese Baukastensysteme geben dir tausend Freiheiten, und das lähmt dich komplett. Ich bin kein Designer. Ich möchte meine Produkte zeigen und verkaufen, nicht wochenlang an Schattierungen von Beige feilen. Das System, für das ich mich schließlich entschied, traf eine kluge Grundentscheidung: Es nahm mir einen Großteil dieser Design-Entscheidungen ab. Es gab eine klare, saubere Struktur vor. Ich konnte meine Bilder hochladen, meine Texte schreiben, meine Preise eingeben – und es sah am Ende einfach gut aus. Nicht individuell gestaltet wie von einer Agentur, aber professionell und vertrauenserweckend. Für meine Kunden ist das viel wichtiger als ein ausgefallenes Animationslogo.
Der Shop: Vom ersten Klick bis zur verschickten Kiste
Der E-Commerce-Teil war mein Albtraum. Mehrwertsteuer, Versandkosten, Zahlungsanbieter, Retouren – allein die Gedanken machten mich müde. Ich musste etwas finden, das diesen Prozess so stark wie möglich vereinfachte. Meine Lösung verknüpfte den Shop direkt mit meinem Lagerbestand und mit den Versanddienstleistern. Wenn eine Bestellung hereinkommt, drucke ich direkt das Versandetikett. Der Zahlungsbetrag landet auf meinem Konto, ohne dass ich manuell Rechnungen stellen muss. Der größte Vorteil aber war etwas anderes: Die gesamte Benutzeroberfläche für mich als Händler ist auf einer einzigen, übersichtlichen Seite. Ich sehe Bestellungen, Kunden und Lagerstand auf einen Blick. Ich verbringe keine Zeit damit, zwischen fünfzehn verschiedenen Menüs hin und her zu klicken. Das spart mir vielleicht zwei, drei Stunden pro Woche. Zeit, die ich wieder in der Werkstatt verbringen kann.
Was ich heute anders machen würde
Rückblickend habe ich zwei Dinge falsch eingeschätzt. Erstens: Ich habe zu lange gezögert. Ich dachte, eine Website sei ein riesiger, teurer und endgültiger Schritt. In Wahrheit kann man klein anfangen. Man muss nicht sofort fünfzig Produkte online stellen. Man kann mit zehn beginnen und sehen, wie es läuft. Zweitens: Ich war zu sehr auf Optik fixiert. Ich suchte nach der « perfekten » Website. Dabei suchten meine Kunden nur nach einem verlässlichen Weg, mein Spielzeug zu kaufen. Sie wollen klare Fotos, eine verständliche Beschreibung und einen einfachen Bezahlvorgang. Alles andere ist Nebensache. Manchmal gehe ich heute auf meine Seite und denke mir, dass der Header vielleicht ein bisschen größer sein könnte. Dann erinnere ich mich daran, dass in dieser Woche zwanzig Pakete von meinem Wohnzimmer aus in die ganze Welt gegangen sind. Die Website funktioniert. Das ist das Einzige, was zählt.
Für andere kleine Betriebe, die am Anfang stehen, kann ich nur diesen Rat geben: Konzentriert euch auf das Notwendige. Fragt euch:
- Können Kunden problemlos finden, was sie suchen?
- Können sie ohne Hindernisse bezahlen?
- Spart das System mir Zeit im Backend, die ich für mein eigentliches Handwerk brauche?
- Kann ich es ohne wöchentliche Schulungen bedienen?
- Wachsen die Kosten mit dem Umsatz fair mit, oder erwürgt mich eine Grundgebühr?
Meine Holzspielzeug-Manufaktur hat durch die Online-Präsenz ein neues Standbein bekommen. Es ist kein Riesenumsatz, aber ein stetiger. Und das beste Gefühl ist immer noch, wenn eine Bestellung aus einem Dorf eintrifft, von dem ich noch nie gehört habe. Jemand dort hat mein kleines Holzschaf gefunden und möchte es haben. Dafür hat sich die ganze Suche gelohnt.